🧯Brandschutz

Brandschutzhelfer

Brandschutzhelfer sind ausgebildete Beschäftigte, die im Brandfall alarmieren, evakuieren helfen und einen Erstlöschversuch unternehmen.

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Brandschutzhelfer — Illustration

Brandschutzhelfer sind Beschäftigte mit einer zusätzlichen Ausbildung im vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz. Im Ernstfall lösen sie Alarm aus, unterstützen die Evakuierung und unternehmen — sofern gefahrlos möglich — einen Erstlöschversuch, bis die Feuerwehr eintrifft.

Für Gastronomiebetriebe sind sie ein zentraler Baustein der Brandschutzorganisation: Küchen mit offenen Flammen und Fritteusen gelten als Bereiche erhöhter Brandgefährdung, gleichzeitig wechselt die Besetzung durch Schichtbetrieb, Aushilfen und Saisonkräfte ständig. Ohne benannte Brandschutzhelfer bleibt unklar, wer im Notfall die ersten Schritte koordiniert.

Die Bestellung von Brandschutzhelfern ist kein einmaliger Akt, sondern Teil der laufenden Brandschutzorganisation und wird regelmäßig überprüft, etwa wenn sich Personalstruktur oder Räumlichkeiten ändern.

Rechtsgrundlage

Die ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände" nennt als Richtwert, dass in der Regel mindestens 5 % der Beschäftigten zu Brandschutzhelfern bestellt werden sollen. Die tatsächlich erforderliche Anzahl leitet sich aus der Gefährdungsbeurteilung ab und berücksichtigt Betriebsgröße, Brandgefährdung und räumliche Gegebenheiten.

In der Praxis reicht der pauschale Richtwert für Gastronomiebetriebe häufig nicht aus: Durch Schichtbetrieb, Urlaub und Krankheitsausfälle muss die tatsächliche Zahl oft höher liegen, damit zu jeder Anwesenheitszeit mindestens ein Brandschutzhelfer im Haus ist. Die Ausbildung selbst umfasst einen Theorieteil zu Brandlehre und Verhalten im Brandfall sowie eine praktische Löschübung, meist an einer Übungsflamme — unabhängig von der turnusmäßigen Feuerlöscher-Prüfung im Betrieb.

Praxis im Betrieb

BausteinIntervall
Erstausbildung (Theorie + Löschübung)einmalig, vor Übernahme der Funktion
Auffrischungkeine feste Frist, empfohlen alle 3–5 Jahre
Anzahl BrandschutzhelferRichtwert mind. 5 % der Beschäftigten, in der Praxis oft mehr

Achten Sie bei der Einsatzplanung darauf, dass Brandschutzhelfer über alle Schichten verteilt sind — Früh-, Spät- und Wochenenddienst eingeschlossen. Dokumentieren Sie Bestellung, Ausbildungsnachweis und Auffrischung schriftlich, idealerweise mit Aushang, wer im Betrieb als Brandschutzhelfer benannt ist.

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Tipp: Bestellen Sie Brandschutzhelfer schriftlich und mit deren Einverständnis — die Funktion bedeutet eine zusätzliche Verantwortung neben der eigentlichen Tätigkeit und sollte nicht kommentarlos angeordnet werden.

Typischer Fehler in der Praxis: Alle benannten Brandschutzhelfer arbeiten in derselben Schicht, während Spätdienst oder Wochenende ohne ausgebildete Kraft dastehen. Ein weiterer häufiger Mangel ist die fehlende Auffrischung nach einem Personalwechsel in der Position.

Häufige Fragen

Wie viele Brandschutzhelfer braucht mein Betrieb?

Der Richtwert der ASR A2.2 liegt bei in der Regel mindestens 5 % der Beschäftigten. In der Gastronomie ist die tatsächlich benötigte Zahl wegen Schichtbetrieb, Urlaub und Krankheitsausfällen oft höher, damit zu jeder Betriebszeit mindestens ein Brandschutzhelfer anwesend ist.

Was genau macht ein Brandschutzhelfer im Ernstfall?

Er löst Alarm aus, unterstützt bei der Evakuierung von Gästen und Kollegen und unternimmt einen Erstlöschversuch, wenn das ohne Eigengefährdung möglich ist. Der Brandschutzhelfer ersetzt keine Feuerwehr und soll sich bei zu großer Gefahr selbst in Sicherheit bringen.

Wie oft muss die Ausbildung aufgefrischt werden?

Eine bundeseinheitliche Pflichtfrist gibt es nicht, üblich und empfohlen ist eine Auffrischung alle drei bis fünf Jahre. Die konkrete Notwendigkeit ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung und sollte bei Änderungen im Betrieb früher überprüft werden.

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