🛢️Fettabscheider & Technik

Fettschichtdicke

Die Fettschichtdicke ist die aufschwimmende Fettmenge im Abscheider und zeigt bei der Eigenkontrolle, wann eine Entsorgung ansteht.

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Fettschichtdicke — Illustration

Die Fettschichtdicke beschreibt, wie hoch sich die aufschwimmende Schicht aus abgeschiedenen Fetten und Ölen im Abscheideraum eines Fettabscheiders aufgebaut hat. Sie ist der wichtigste Messwert, um zu beurteilen, wie stark eine Anlage bereits ausgelastet ist und wann eine Entsorgung ansteht.

Da sich Fette und Öle aufgrund ihrer geringeren Dichte an der Wasseroberfläche sammeln, wächst die Schicht mit jedem Betriebstag weiter an. Wird sie zu dick, sinkt die verbleibende Aufenthaltszeit des Wassers in der Anlage, und es steigt das Risiko, dass Fett über den Ablauf in die Kanalisation gelangt. Für Betreiber ist die regelmäßige Messung deshalb keine Kür, sondern zentraler Bestandteil der vorgeschriebenen Eigenkontrolle.

Technischer Hintergrund

Gemessen wird die Fettschichtdicke meist mit einem Peilstab oder speziellen Messgeräten, die Fett- und Wasserphase unterscheiden können. Als üblicher Richtwert gilt in der Praxis eine maximale Schichtdicke von etwa 10 cm, ab der spätestens entleert werden sollte — die verbindliche Obergrenze hängt jedoch von Anlagentyp, Nenngröße und Herstellerangaben ab und kann abweichen. Maßgeblich sind letztlich die Herstellervorgaben und die Anforderungen der DIN 4040-100.

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Achtung: Der Richtwert von rund 10 cm ist eine allgemeine Orientierung und keine normativ fixierte Obergrenze für jede Anlage. Prüfen Sie die für Ihre Anlage geltenden Herstellerangaben.

Praxis im Betrieb

SchrittVorgehen
MessenPeilstab bis zur Grenzschicht Wasser/Fett einführen, Wert ablesen
DokumentierenDatum, Messwert, Prüfperson im Betriebstagebuch festhalten
BewertenMesswert mit Herstellergrenzwert vergleichen
ReagierenBei Annäherung an den Grenzwert Entsorgung durch Fachbetrieb einplanen

Die Messung erfolgt im Rahmen der monatlichen Eigenkontrolle gemeinsam mit der Kontrolle des Schlammfangs, von Zu- und Ablauf sowie der Lüftung. Ein in der Praxis häufiger Fehler: Betreiber verlassen sich auf den optischen Eindruck statt auf eine tatsächliche Messung — mehr zu solchen Stolperfallen im Artikel Häufige Fehler.

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Tipp: Tragen Sie den Messwert auch dann ein, wenn er unauffällig ist. Eine lückenlose Reihe von Werten zeigt der Behörde, dass regelmäßig kontrolliert wurde, und hilft Ihnen selbst, den Entsorgungsrhythmus Ihres Betriebs realistisch einzuschätzen.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich die Fettschichtdicke messen?

Die Messung ist fester Bestandteil der Eigenkontrolle, die Betreiber in der Regel monatlich durchführen. Bei Betrieben mit sehr hohem Fettanfall, etwa Frittierküchen, kann eine häufigere Kontrolle sinnvoll sein, auch wenn die Satzung nur ein monatliches Minimum vorschreibt.

Ab welcher Schichtdicke muss ich entsorgen lassen?

Das hängt vom jeweiligen Anlagentyp und den Herstellerangaben ab. In der Praxis gilt oft ein Richtwert von rund 10 cm als Obergrenze, verbindlich ist aber immer die für Ihre konkrete Anlage geltende Vorgabe. Im Zweifel hilft Ihnen Ihr Wartungs- oder Entsorgungsfachbetrieb bei der Einordnung.

Was, wenn ich die Fettschichtdicke einmal nicht gemessen habe?

Tragen Sie das im Betriebstagebuch nach, sobald Sie es bemerken, und holen Sie die Messung zeitnah nach. Ein einzelner fehlender Eintrag ist weniger kritisch als ein systematisch lückenhaftes Tagebuch — wichtig ist, dass die Kontrolle insgesamt regelmäßig und nachvollziehbar erfolgt.

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